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Fixierter und schwimmender Spread

Öffnen Sie eine Forex-Plattform und sehen Sie sich die Notierung eines Währungspaars an: Der Preis, zu dem Sie verkaufen können, ist nie ganz derselbe wie der Kaufpreis. Diese kleine Differenz nennt sich Spread und gehört zu den Kosten jedes einzelnen Trades. Viele Trader lernen zunächst, Kurscharts, Indikatoren und Nachrichtenereignisse zu analysieren, bevor ihnen jemand erklärt, was dieser Abstand bedeutet und warum er je nach Broker, Währungspaar und Tageszeit variiert.

In diesem Artikel erklären wir, was Spread-Trading bedeutet, wie der Spread speziell im Forex-Handel funktioniert, wie sich der Bid-Ask-Spread auf Ihren Einstiegskurs auswirkt und worin sich feste und variable Spreads unterscheiden. Dazu verwenden wir konkrete Zahlen von einem realen Broker.

Was ist Spread-Trading?

Wichtige Punkte

  • Der Spread ist in jedem Trade enthalten: Er ergibt sich aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs.
  • Der Bid-Ask-Spread gehört zu den Handelskosten und verändert sich je nach Markt und Anlagewert.
  • Broker bieten feste oder variable Spreads an. Die Wahl kann sich spürbar darauf auswirken, wie viel Sie langfristig zahlen.
  • Wenn Sie Spreads verstehen, können Sie die tatsächlichen Kosten eines Trades einschätzen, bevor Sie eine Position eröffnen – ein Schritt, den viele Anfänger überspringen.

Was ist Spread-Trading?

Beim Spread-Trading wird auf die Differenz zwischen zwei Preisen gesetzt. Gemeint ist der Abstand zwischen dem Preis, zu dem Sie etwas kaufen können, und dem Preis, zu dem Sie es im selben Moment verkaufen können. Dieser Abstand heißt Spread. Bei jedem Trade ist der Spread relevant, denn er ist bereits in der Kursnotierung enthalten. Manche Trader gehen noch einen Schritt weiter und entwickeln ganze Strategien, die auf Spreads beruhen. Sie handeln beispielsweise die Preisdifferenz zwischen zwei verwandten Instrumenten – etwa Währungspaaren oder Rohstoffen – und setzen darauf, wie sich dieser Abstand verändert, statt auf den Kurs eines einzelnen Instruments. Doch auch bei einer einfachen Kauf- oder Verkaufsorder beeinflusst der Spread die Handelskosten.

Wie funktioniert der Spread im Forex-Handel?

Am Forex-Markt wird jedes Währungspaar gleichzeitig mit zwei Preisen notiert: dem Kurs, zu dem Sie verkaufen können (Bid), und dem Kurs, zu dem Sie kaufen können (Offer oder Ask). Die Differenz zwischen diesen beiden Kursen ist der Spread. Er wird üblicherweise in Pips gemessen – kleinen Einheiten, mit denen Kursbewegungen bei Währungspaaren angegeben werden. Wird EUR/USD beispielsweise mit einem Verkaufskurs von 1,0850 und einem Kaufkurs von 1,0852 notiert, beträgt der Spread 2 Pips. Dieser Abstand mag gering erscheinen, ist aber wichtig: Direkt nach der Eröffnung eines Trades muss sich der Markt mindestens um diesen Betrag zu Ihren Gunsten bewegen, damit Sie die Gewinnschwelle erreichen. Mehr über Pips erfahren Sie in unserem Artikel „Was ist ein Pip im Forex-Handel?“.

Wenn Sie beispielsweise bei IFC Markets über die MT4-Plattform handeln, bietet IFC Markets beim Kontotyp „Classic Standard“ einen festen Spread auf EUR/USD ab 1,8 Pips an. Notiert EUR/USD etwa bei 1,0850, könnte der Kaufkurs bei ungefähr 1,0868 und der Verkaufskurs bei 1,0850 liegen – ein fester Abstand von 1,8 Pips, unabhängig von den Marktbedingungen. Wechseln Sie zur MT5-Plattform und zum Kontotyp „Direct“, ist der Spread variabel und beginnt bei EUR/USD ab 0,4 Pips. In ruhigen, liquiden Handelsphasen könnte der Kaufkurs für dasselbe Währungspaar beispielsweise bei 1,08504 und der Verkaufskurs bei 1,08500 liegen. Das wäre ein deutlich engerer Spread als beim festen Modell. Allerdings ist 0,4 Pip nur ein Ausgangswert: Bei Nachrichtenereignissen oder in ruhigen Nachtstunden kann sich der variable Spread deutlich über 1,8 Pips hinaus ausweiten. Dann kann das feste Konto vorübergehend im Vorteil sein. Deshalb bieten IFC Markets und viele andere Broker beide Spread-Modelle an: Keines ist grundsätzlich besser, sie eignen sich lediglich für unterschiedliche Situationen.

Notierung von EUR / USD

1.09123 Bid
1.09141 Ask
SPREAD = Ask − Bid
$ 0.00018 = $ 1.09141 − $ 1.09123

SPREAD = Ask − Bid

1.09141 Ask
− 1.09123 Bid
0.00018

Was ist der Bid-Ask-Spread?

Der Bid-Ask-Spread ist die Differenz zwischen dem Preis, den ein Käufer für einen Vermögenswert zu zahlen bereit ist, und dem Preis, den ein Verkäufer dafür akzeptiert. Der Bid ist der Preis, den Sie beim Verkauf erhalten. Der Offer- oder Ask-Kurs ist der Preis, den Sie beim Kauf zahlen. Die Differenz zwischen diesen beiden Kursen ist der Spread. Er ist gewissermaßen eine in den Kurs eingebaute Gebühr für die Abwicklung des Trades durch den Broker oder Market Maker.

Trader achten aus mehreren Gründen auf den Spread.

Erstens wirkt er sich direkt auf die Rentabilität aus: Bei einem größeren Spread muss sich der Markt stärker bewegen, bevor ein Trade profitabel wird. Engere Spreads sind daher vorteilhaft – besonders für kurzfristig orientierte Trader, die Positionen schnell eröffnen und schließen.

Zweitens kann der Spread Hinweise auf die Marktbedingungen geben. Bei geringer Liquidität oder großer Unsicherheit, etwa vor wichtigen Nachrichtenveröffentlichungen, weiten sich Spreads häufig aus. In ruhigen, aktiven Handelsphasen werden sie dagegen oft enger. Insbesondere Scalper und Daytrader beobachten Spreads genau, da sie täglich viele Trades ausführen und sich selbst kleine Unterschiede schnell summieren. Langfristig orientierte Trader achten meist weniger auf geringfügige Spread-Schwankungen, weil sie Positionen länger halten und der Spread im Verhältnis zur gesamten Kursbewegung weniger ins Gewicht fällt.

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Fester oder variabler Spread?

Broker bieten in der Regel eines von zwei Spread-Modellen an: feste oder variable Spreads. Der Unterschied besteht darin, wie gleichbleibend der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs ist.

Ein fester Spread bleibt unabhängig von der Marktlage gleich – ob an einem ruhigen Dienstagnachmittag oder unmittelbar nach einer turbulenten Zentralbankentscheidung. Der angezeigte Spread ändert sich nicht. Das sorgt für planbare Handelskosten und ist hilfreich, wenn Sie Überraschungen vermeiden möchten. Ein variabler Spread passt sich dagegen den Marktbedingungen an. In ruhigen Phasen kann er sehr eng sein und mitunter unter dem Niveau eines festen Spreads liegen. Bei hoher Volatilität, etwa nach der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten, kann er sich jedoch deutlich ausweiten.

IFC Markets veranschaulicht diese Wahlmöglichkeit, da der Broker beide Modelle für seine Kontotypen anbietet:

  • Classic-Standard- und Classic-Nano-Konten (fester Spread): Spreads ab 1,8 Pips. Die Mindesteinlage beträgt 1.000 US-Dollar für Classic Standard beziehungsweise 15 US-Dollar für Classic Nano. Der Hebel beträgt je nach Konto bis zu 1:200 oder 1:400.
  • Direct-Standard- und Direct-Nano-Konten (variabler Spread): Spreads ab 0,4 Pips. Es gelten dieselben Mindesteinlagen, die Kosten verändern sich jedoch mit den Marktbedingungen, statt konstant zu bleiben.
  • MT4-Konten bieten ausschließlich feste Spreads ab 1,8 Pips.
  • MT5-Konten arbeiten mit variablen Spreads ab 0,4 Pips.
  • NetTradeX, die hauseigene Plattform von IFC Markets, bietet für Standard- und Beginner-Konten sowohl feste als auch variable Spreads. Trader können also auf derselben Plattform zwischen beiden Modellen wählen.

Diese Wahlmöglichkeit ist wichtiger, als viele denken. Wenn Sie häufig rund um wichtige Ankündigungen handeln, kann ein variables Spread-Konto wie IFC Markets Direct oder MT5 Sie überraschen: Die Kosten für den Einstieg können deutlich über dem üblichen Ausgangswert von 0,4 Pips liegen – gerade dann, wenn Sie schnell reagieren möchten. In solchen Situationen bevorzugen manche Trader ein Konto mit festem Spread, etwa Classic Standard, weil die Kosten berechenbarer sind, auch wenn der Spread an einem durchschnittlichen Handelstag mit 1,8 Pips höher liegt.

Wenn Sie dagegen überwiegend während normaler, liquider Handelszeiten handeln und Phasen hoher Volatilität meiden, kann ein Konto mit variablem Spread tatsächlich günstiger sein, da der Spread häufig deutlich unter dem festen Niveau von 1,8 Pips liegt.

Scalper und kurzfristig orientierte Trader, die an ruhigen Tagen möglichst geringe Kosten benötigen, entscheiden sich oft für Konten mit variablem Spread, da geringe Volatilität in der Regel mit engeren Spreads einhergeht. Trader, die häufig auf Nachrichten reagieren oder unabhängig von turbulenten Marktphasen genau wissen möchten, welche Kosten auf sie zukommen, bevorzugen dagegen oft feste Spreads.

FIXEDFLOATING

Langfristig orientierte Trader machen sich meist weniger Gedanken darüber, welches Modell sie wählen, da der Spread – wie bereits erwähnt – im Vergleich zur angestrebten Gesamtbewegung des Kurses eine geringere Rolle spielt. Für ihre Entscheidung können die Einlage- und Hebelbedingungen des Kontos (etwa die Mindesteinlage von 1.000 oder 15 US-Dollar beziehungsweise ein Hebel von 1:200 oder 1:400) daher wichtiger sein als die Art des Spreads.

Fazit

Spreads sind keine versteckten Gebühren. Sie sind bei jedem Trade direkt im Kurs enthalten – in der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Wenn Sie verstehen, was der Bid-Ask-Spread bedeutet und wie sich feste und variable Spreads je nach Marktlage unterscheiden, können Sie die tatsächlichen Kosten eines geplanten Trades besser einschätzen. Es ist ein kleines Detail, das sich jedoch summieren kann – besonders, wenn Sie häufig handeln. Deshalb lohnt es sich, den Spread zu verstehen, bevor er zu einem kostspieligen blinden Fleck wird.

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FAQs

Wie funktioniet Forex?

Forex (Foreign Exchange) ist ein riesiges Netzwerk von Devisenhändlern, die Währungen zu bestimmten Preisen verkaufen und kaufen. Für diese Art der Überweisung muss die Währung eines Landes in ein anderes umgerechnet werden. Der Devisenhandel wird elektronisch im Freiverkehr (OTC) abgewickelt, was bedeutet, dass der Devisenmarkt dezentralisiert ist und alle Geschäfte über Computernetzwerke abgewickelt werden.

Was ist der Forex-Markt?

Der Forex-Markt ist der größte und am meisten gehandelte Markt der Welt. Der durchschnittliche Tagesumsatz belief sich in 2019 auf 6,6 Billionen US-Dollar (2004: 1,9 Billionen US-Dollar). Forex basiert auf der freien Währungsumrechnung, was bedeutet, dass es keine staatlichen Eingriffe in die Devisengeschäfte gibt.

Was ist der Forex-Handel?

Beim Devisenhandel werden Währungen zu vereinbarten Preisen gekauft und verkauft. Die meisten Währungsumrechnungsvorgänge werden zum Gewinnzweck durchgeführt.

Welche Handelsplattform ist die beste für den Forex-Handel?

IFC Markets bietet 3 Handelsplattformen: MetaTrader4, MetaTrader5, NetTradeX. Die MT 4 Forex-Handelsplattform ist eine der am häufigsten heruntergeladenen Plattformen, die auf PC, iOS, Mac OS und Android verfügbar ist. Es gibt verschiedene Indikatoren, die für eine genaue technische Analyse erforderlich sind. NetTradeX ist eine weitere Handelsplattform, die von IFC Markets angeboten wird und für den CFD- und Forex-Handel konzipiert ist. NTTX ist bekannt für seine benutzerfreundliche Oberfläche, Zuverlässigkeit, wertvolle Werkzeuge für die technische Analyse, herausragende Funktionen und die Möglichkeit, PCI (Personal Composite Instruments) zu erstellen, die speziell für NetTradeX verfügbar sind.

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Aktualisierungsdatum
16/10/26
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